Leitbild Fechtclub Bern

Das ist der Fechsport

Der Fechtsport entstand in den letzten drei Jahrhunderten aus dem Duellwesen der adeligen Gesellschaft. Von da her haftet auch noch die Marke des "Elitären" an. Dennoch ist im Laufe der letzten 70 bis 80 Jahren eine Sportart entstanden, die zwar nicht gerade Volkssportcharakter hat, die aber doch weit mehr Ausübende anspricht als eine elitäre Oberschicht oder das Militär. Der sportlich-kämpferische Charakter des Fechtsports ist entwickelt worden. Deshalb auch unterscheidet sich das Sportfechten ganz wesentlich von den noch immer existierenden Schlagenden Verbindungen. Als olympische Sportart hat sich der Fechtsport auch als Leistungssportart mit grosser internationaler Resonanz etabliert.

Der Fechtsport eignet sich je nach den persönlichen Bedürfnissen des Fechters als Leistungssport, Fitnesssport oder Mentalsport. Der Fechtsport verlangt von der Ausübenden in ausgewogenem Verhältnis technische, konditionelle, taktisch-kognitive, soziale und psychische Fähigkeiten.

Die meisten Fechter (männlich und weiblich) sind eher dem Typ des Individualisten zuzurechnen. Sie suchen in der Regel in Spiel und Wettkampf Selbstbestätigung und zeigen eine im positiven Sinn zu wertende Aggresivität - gezügelten Kampfgeist.

Ideelle Neutralität

Der Club steht grundsätzlich jedem Interessenten ab ca. 10 Jahren offen. Er ist sowohl politisch als auch konfessionell und sozial neutral.

Mitverantwortung und Mitgestaltung

Der Club ist den demokratischen Traditionen verpflichtet. Die Mitglieder tragen deshalb nicht nur Verantwortung bei der Mitgestaltung und Lenkung des Clubs, seiner Ziele und Ressourcen, sondern sie arbeiten selbstverständlich auch ehrenamtlich aktiv an deren Verwirklichung auf jeder Ebene mit.

Mitgliederbetreuung

Der Club setzt sich zum Ziel, die Bedürfnisse der verschiedenen Mitgliedergruppen zu befriedigen:

  • Förderung des einzelnen Mitglieds nach seiner Art und seinen Bedürfnissen
  • Förderung des Nachwuchses und der Talentierten
  • Unterstützung und Animierung der Senioren und Veteranen
  • Förderung und Unterstützung der Spizensportler in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Fechtverband

Maître d'Armes

Der Maître d'Armes zeichnet sich in Person und Charakter, sowie in didaktischem Geschick, theoretischem und fachlichen Qualifikationen in überdurchschnittlichem Masse aus. Er spielt in der Ausbildung und im Fechtbetrieb die zentrale und herausragende Rolle und setzt zusammen mit dem Assistenztrainer die sportlichen Ziele des Leitbildes unter der Führung des Vorstandes um.

Fechtbetrieb

Der Club bietet einen eigenen Fechtsaal mit sämtlichen technischen und sonstigen Installationen, um Training und freies Fechten sowie Turnierfechten zu gewährleisten. Der Club veranstaltet nationale und internationale Turniere und bietet damit organisatorische Professionalität.

Professionalität und Effizienz der sportlichen Ausbildung Theorie und Praxis werden ausgewogen kombiniert. Zugeschnitten auf Person und Bedürfnis des Fechters wird systematischer und effizienter Einzelunterricht erteilt. Die Fechter werden gemäss ihren Neigungen und gemäss dem aktuellen Stand ihres Könnens Ausbildungskategorien zugeordnet. Der Übertritt ins freie Fechten wird sorgfältig vorbereitet und begleitet. Die Jüngsten und Jnioren werden in der Ausbildung und an Wettkämpfen intensiv betreut. Die Eltern werden in die Betreuungsaufgaben miteinbezogen.

Eigenwirtschaftlichkeit

Der Club arbeitet grundlegend selbsttragend. Er erhebt, auch im Vergleich mit anderen sportlichen Institutionen, leistungsgerechte und marktwirtschaftlich gestaltete Mitgliederbeiträge. Die Betriebskosten sind grundsätzlich durch die Mitgliederbeiträge zu decken. Sponsorengelder können für spezielle Zwecke eingesetzt werden.

Ambiance und Atmosphäre

Der Fechtclub Bern präsentiert sich frisch und zeitgemäss und bietet im Fechtsaal eine die sportlichen Ansprüche und das Selbstverständnis eines Fechters motivierende Ambiance. Er pflegt eine menschliche anregende, kollegiale, von gegenseitiger Achtung und Höflichkeit geprägte Atmosphäre. Persönliches Erscheinungsbild und Verhaltensweise eines jeden Fechters tragen wesentlich dazu bei. So wird schon bei den jüngsten Mitgliedern Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Ideen und Erkenntnissen und offener, von Fairness geprägter Umgang mit Menschen, Institutionen und Behörden gefördert.